Rechtfertigung aus Glauben - Wie Früh?

Ein chronologischer und exegetischer beitrag zum reformationsjubiläum

Autor/innen

  • Rainer Riesner Albrecht-Bengel-Haus, Tübingen Autor/in
  • Vítor Hugo Schell Faculdade Luterana de Teologia image/svg+xml Übersetzer/in

DOI:

https://doi.org/10.25188/FLT-VoxScript(eISSN2447-7443)vXXVI.n1.p131-162.RR

Schlagwörter:

Rechtfertigung, Galater-Brief, Paulus, Petrus, Jakobus, Apostelkonzil

Abstract

Der Galater-Brief wurde um 48 noch vor dem Apostelkonzil und bald nach dem Antiochenischen Zwischenfall geschrieben. Auch deshalb ist der Bericht des Paulus darüber als zuverlässig anzusehen. Wie öfter bei grundsätzlichen Konflikten argumentierte der Apostel nicht nur mit der eigenen theologischen Reflexion, sondern berief sich auf eine gemeinsame Grundlage in Form des traditionellen Basissatzes Galater 2.16a: „Wir wissen aber, dass kein Mensch aus Werken des Gesetzes gerechtfertigt wird, sondern durch den Glauben an Jesus Christus“. Eine Entstehung ist schon in der Jerusalemer Urgemeinde möglich, wo von Beginn an eine Abgrenzung vom essenischen Verständnis der Rechtfertigung notwendig war. Für die wesentlichen Elemente des Basissatzes konnte man sich auf die Jesus-Überlieferung berufen. Jesus selbst hatte sich als der messianische Gottesknecht gewusst, der nach Jesaja 53.11 „die Vielen rechtfertigt“. Schon vor Ostern war der Glaube, dass Gott Jesus in einzigartiger Weise bevollmächtigt hat, der Zugang zu Heilung und Heil. Die Ausbildung einer reflektierten Rechtfertigungslehre in der galatischen Krise war die große theologische Leistung des Paulus, aber er konnte dabei auf Traditionen aus der Jerusalemer Urgemeinde und die Jesus-Überlieferung zurückgreifen.

Autor/innen-Biografien

  • Rainer Riesner, Albrecht-Bengel-Haus, Tübingen

    Prof. Dr. Rainer Riesner: Professor da área do Novo Testamento no Instituto para Teologia Evangélica da Universidade Tecnológica de Dortmund de 1998 a 2013. Desde 2013 dirigente do trabalho com doutorandos da Albrecht-Bengel-Haus em Tübingen. Editor da Série “Biblische Archäologie und Zeitgeschichte” (Gießen), e co-editor das revistas “Theologische Beiträge” (Witten), “Journal for the Study of the Historical Jesus” (Leiden), “Journal of the Jesus Movement in Its Jewish Setting” (Internet) e “Vox Scripturae” (São Bento do Sul/Brasil) assim como da série de comentários do Novo Testamento “Historisch-theologische Auslegung” (Gießen/Witten). GND 120370492. 

  • Vítor Hugo Schell, Faculdade Luterana de Teologia

    Vítor Hugo Schell, professor da área do Novo Testamento na Faculdade Luterana de Teologia, em São Bento do Sul.

Literaturhinweise

Veröffentlicht

2018-04-01

Zitationsvorschlag

RIESNER, Rainer. Rechtfertigung aus Glauben - Wie Früh? Ein chronologischer und exegetischer beitrag zum reformationsjubiläum. Vox Scripturae - Revista Teológica Internacional, São Bento do Sul, SC, v. 26, n. 1, p. 131–162, 2018. DOI: 10.25188/FLT-VoxScript(eISSN2447-7443)vXXVI.n1.p131-162.RR. Disponível em: https://revistas.flt.edu.br/voxscripturae/article/view/247. Acesso em: 6 juni. 2026.