Die 2. Sure als Zentrum des Korans in ihrer Beziehung zu Judentum und Christentum
DOI:
https://doi.org/10.25188/2447.7443.2015v23n1.318Schlagwörter:
Interreligiöse Koraninterpretation, Judentum und Koran, Christentum und KoranAbstract
Historisch gesehen befindet sich die Offenbarung des Korans von ihrem Beginn an im Spannungsfeld von Judentum und Christentum. Muhammad sowie seine ersten Hörer werden beide Religionen gut gekannt habe, soweit sie nicht sogar einer von beiden angehörten. Die vorgelegten Ausführungen zeigen, inwiefern die zweite Sure wie sich der entstehende Islam gegenüber den Kontextreligionen Judentum und Christentum konturiert, ihre Positionen im Einzelnen bestätigt, modifiziert, oder verwirft. Dabei kann die zweite Sure als durchkomponiertes Kunstwerk verstanden werden. In analogem Aufbau zur Tora verdeutlicht sie, wie der Islam begründet wird und was er will. Sie zeigt dabei geschichtlich und – im weitern Sinn des Wortes – theologisch argumentativ, inwiefern die beiden anderen Religionen abgelöst werden müssten, weil sie nicht (mehr) die wahre Religion Abrahams und damit Gottes verkörperten, von ihr abgewichen sind und sich zudem gegenseitig widersprechen.
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